COBURGER GLASPREIS

COBURGER GLASPREISE 1977, 1985, 2006

1977 wurde in Coburg der erste offene Wettbewerb für Modernes Glas in Europa ausgerichtet. Damit betraten die Kunstsammlungen der Veste Coburg Neuland. Die überwältigende Resonanz auf den europaweit ausgeschriebenen Wettbewerb und die publikumsträchtige Ausstellung machten Coburg schlagartig zu einem Zentrum für moderne Kunst aus Glas.

Nach der erfolgreichen Durchführung des 2. Coburger Glaspreises 1985 konnte für die stark gewachsene Sammlung im Jahr 1989 im Schlosspark Rosenau das Museum für Modernes Glas eingerichtet werden – seinerzeit das erste Museum in Mitteleuropa, das ausschließlich dem modernen Glas gewidmet war. Von ganz herausragender Bedeutung waren die beiden Coburger Glaspreise für die osteuropäische Glaskunst, der in Coburg ein bis dahin nicht gekanntes Forum geboten wurde. Insbesondere viele ostdeutsche Künstler konnten erstmals im Westen ausstellen und kamen in Kontakt mit anderen europäischen Künstlern und deren Werken.

Mit dem 3. Coburger Glaspreis 2006 blickte einmal mehr die europäische Glasszene nach Coburg. Seit dem letzten Wettbewerb waren über 20 Jahre vergangen, eine Zeit, in der sich die künstlerische Gestaltung im Medium Glas entscheidend gewandelt hat. Wettbewerb und Ausstellung setzten 2006 international wichtige Impulse. In der Folge errichtete eine von Otto Waldrich gegründete und von ihm finanziell wesentlich ausgestattete Stiftung im Schlosspark Rosenau einen Neubau für die stark gewachsene moderne Glassammlung.

Das Europäische Museum für Modernes Glas wurde im Herbst 2008 feierlich eröffnet.