SAMMLUNGEN UND HISTORISCHE RÄUME

HISTORISCHE WAFFEN UND RÜSTUNGEN - RÜSTKAMMER

Rüstkammer

Die Ausstellung von Waffen und Gerät hat vorwiegend militärischen Charakter.

Der zeitliche Schwerpunkt liegt dabei im 16. und 17. Jahrhundert.

Der ursprünglichen Zeughausausstattung entsprechend sind hier unter anderem Pikenierharnische, Sturmhauben, Degen, Luntenmusketen, Hakenbüchsen aber auch Waffen zur Belagerung und zur Verteidigung befestigter Plätze wie Fallgranaten, Pechkränze oder Sturmtöpfe zu sehen.

Nachfolgend einige Exponate aus der Rüstkammer.

HARNISCH DES ZWERGES RUPPERT

Besonders hervorzuheben ist der Harnisch des Zwerges Ruppert aus dem ausgehenden 16. Jahrhundert, dessen Herr, Herzog Johann Casimir, einen vollständigen Feldharnisch auf die Maße seines Hofzwerges anfertigen ließ.

HUNDSGUGEL

Die Hundsgugel, eine aus einem Stück gearbeitete Beckenhaube mit Klappvisier, stammt aus dem letzten Viertel des 14. Jahrhunderts.

Der Name bezieht sich auf das an einen Hundekopf erinnernde Erscheinungsbild des Visiers und auf die in ihrer Formgebung mit einer Gugel (Kapuze) vergleichbare Helmglocke.

LATERNENSCHILD

Das Laternenschild stammt aus der Mitte oder der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts und ist in Italien entstanden.

Es handelt sich um einen runden gewölbten hölzernen Schildkörper, der auf einem versilberten Grund aufwendig graphisch verziert ist. In den oberen Schildrand ist eine abblendbare Laterne mit einer Scheibe aus poliertem Horn eingepaßt.

FALLGRANATE

Bei diesem "Feuerwerk" handelt es sich um eine Sprenggranate mit Aufschlagzünder aus dem 17. Jahrhundert.

Sie wurde von überhöhter Stellung aus der Hand auf den Gegner fallen gelassen.

Derartige Stücke waren sehr aufwendig zu fertigen und wohl nur in geringen Stückzahlen in Arsenalen vorhanden.

Derzeit sind weltweit nur noch fünf überlebende Exemplare bekannt; vier davon befinden sich in den Kunstsammlungen der Veste Coburg.